Über mich

Geboren

am 08.10.1985 im Süden Brasilien, seit 2008 in Deutschland lebend.

Seit 2016 bin ich Deutsch-Brasilianerin.

Wendepunkt

Ich bin in Brasilien zur Schule gegangen und habe dort angefangen zu studieren (Psychologie) - was ich unterbrochen habe, um nach Deutschland zu kommen.

Familie

Ich bin verheiratet und gemeinsam sind wir Eltern  einer Tochter und einer Hündin.

Ausbildung

2014 - B.Sc. Betriebswirtschaftslehre

2015 - Lean Six Sigma Green Belt

2015 - Kommunikationstraining

2019 - Systemische Personal und Business Coaching

Aktuell - Heilpraktiker für Psychotherapie (in Ausbildung)

Hobbys

Ich bin sehr kreativ, liebe es zu basteln und handwerklich ein DIY Projekt umzusetzen.

Qi Gong, Meditation, Zumba und Fitnesstraining gehören zu meinen sportlichen Aktivitäten.

Meine Vision

Ich träume von einer Gesellschaft, in der Familiengründung nicht als linearer, perfekter Weg verstanden wird, sondern als ein zutiefst menschlicher Prozess voller Emotionen, Entscheidungen und Vielfalt.

Eine Gesellschaft, in der jede Form von Familie selbstverständlich ihren Platz hat – ob klassisch, queer, patchwork, pflegend oder medizinisch begleitet.

Meine Vision ist eine Welt, in der Gefühle in Beziehungen und Familien nicht weggedrückt werden,

sondern gesehen, gehört und begleitet werden. In der Paare die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, bevor Belastung zu Distanz wird. In der Beziehungssicherheit und psychische Stabilität als Grundlage jeder Elternschaft verstanden werden – nicht als Luxus, sondern als Basis für gesunde, gestärkte Familien.

Ich wünsche mir, dass Elternschaft nicht aus Anpassung, Angst oder gesellschaftlichem Druck entsteht,

sondern aus innerer Klarheit, Verbundenheit und einem stabilen Miteinander.

Dafür begleite ich Paare vom ersten Gedanken an ein Kind bis in die ersten Jahre als Familie – mit systemischer Methodik, psychologischem Verständnis aus echtem Herzen. Denn jede bewusste Entscheidung für ein Kind gestaltet nicht nur das eigene Leben, sondern auch unsere gemeinsame Zukunft. Und ich glaube an eine Zukunft, in der Familien aus Liebe wachsen – nicht aus Perfektionsdruck.

Die Hintergrundgeschichte

Ich bin Débora Klein, und ich kann heute sagen, dass ich mein Familiennest aufgebaut habe.

Wenn du magst, stell dir einmal ein Vogelnest vor: weich, sicher, geborgen.

Und jetzt ersetze das Wort Vogel durch Familie: Ein Familiennest.

Wie würde das für dich aussehen?

Du fragst dich jetzt vielleicht: Warum stellt sie mir diese Frage? Was will sie mir damit sagen?

Dafür möchte ich dich in meine Geschichte mitnehmen.

Denn Familie zu gründen klingt so selbstverständlich. Verliebt, glücklich, irgendwann Kinder… so erzählt es uns die Gesellschaft. Aber was, wenn der Weg anders aussieht?

Wenn Erwartungen unausgesprochen auf dir lasten, wenn du spürst, dass du nicht in das Schema passt, das „man“ von dir erwartet?

Wenn du Fragen hörst wie: „Und? Wann ist es bei euch soweit?“ und du innerlich zusammenzuckst, weil du selbst keine Antwort mehr weißt.

Ich habe diesen Druck selbst erlebt.

Diese stillen Urteile, unausgesprochenen Erwartungen und die Unsicherheit, wenn der eigene Weg anders verläuft, als es „normal“ scheint. Manchmal waren es Blicke, manchmal Kommentare, manchmal einfach das Schweigen anderer. Und genau daraus ist meine Geschichte entstanden, sowie meine Mission, Paare auf ihrem Weg zu begleiten.

 

Ich war verliebt, so richtig mit Schmetterlingen im Bauch. Mein Partner und ich hatten den großen Traum, eines Tages eine Familie zu gründen. Wir waren beruflich erfolgreich, zufrieden, und hatten eine stabile Beziehung – trotz Wochenpendeln, Dienstreisen und einer 50-Stunden-Woche. Wir dachten: „Wir haben alles: Liebe, Vertrauen, Zukunft.“ Und dann kam das Leben dazwischen.

Erst waren da kleine Warnsignale meines Körpers: Erschöpfung, Schmerzen, Müdigkeit. Ich redete sie klein bis es nicht mehr ging. Plötzlich bestimmten Arzttermine, Diagnosen und medizinische Abläufe unseren Alltag. Alles drehte sich um Untersuchungen, Medikamente und Ergebnisse. Und irgendwo dazwischen verloren wir manchmal uns selbst.

Es war mitten in der Pandemie. Die Welt war still, die Straßen leer, und ich saß allein in Warteräumen, in denen sonst Leben war. Gesichter versteckt hinter Masken. Halbblicke. Flüstertöne.

Es gab Tage, an denen ich aufgeben wollte. An denen ich mich leer, klein und erschöpft fühlte. Mein Partner war da, auch wenn er selbst an seine Grenzen kam. Er war der Fels, als ich keinen Boden mehr spürte. Er glaubte an uns, als ich es nicht mehr konnte. Diese Zeit hat mich verändert.


Ich suchte Hilfe, setzte mich auf eine Warteliste für eine Therapeutin. Und irgendwo zwischen Angst und Vertrauen wuchs ein neuer Gedanke: Wir schaffen das! Gemeinsam.

Ich erinnere mich an dem Tag des Transfers besonders deutlich: Ich kam aus der Praxis, setzte mich ins Auto, legte die Hände ans Lenkrad und konnte nur atmen. Tränen. Hoffnung. Angst. Alles gleichzeitig.

Niemand da, der mich umarmte. Nur Stille. Und trotzdem, da war ein "Wir-Gefühl". Diese leise Verbindung, die stärker war als alles um uns herum. Und als endlich das Leben in mir zu wachsen begann, war es kein lautes, triumphierendes Glück, sondern ein stilles, vorsichtiges Staunen.

Dankbarkeit wurde unser Kompass. Jeden Abend sagten wir leise "Danke" für jeden Tag, den dieses kleine Leben blieb, für jeden Atemzug, für jedes Weiterwachsen. Diese paar Minuten im Dunkeln gaben uns Halt, wenn alles andere wackelte. Manchmal haben wir einfach gelacht, weil es nichts mehr zu planen gab und genau in diesen Momenten war Liebe pur.


Heute weiß ich: In dieser Zeit habe ich unbewusst die Weichen meines Lebens neu gestellt.

Ich habe gelernt, was Vertrauen wirklich bedeutet – nicht als Gedanke, sondern als Gefühl.

Ich habe erkannt, wie viel Stärke in uns liegt, wenn wir aufhören, alles kontrollieren zu wollen.

Und ich habe gespürt, wie sehr Liebe in Krisen wächst, wenn man einander nicht loslässt.

Aber ich habe auch gemerkt, wie sehr eine emotionale Begleitung diesen Weg leichter, bewusster und freudiger gemacht hätte.

Wie sehr wir Menschen jemanden brauchen, der einfach da ist, der zuhört, ohne zu werten, ohne zu drängen.

Denn der größte Druck kommt nicht von außen, sondern von innen, genährt durch die Vorstellungen, die uns die Gesellschaft leise einflüstert: wie Elternschaft „sein sollte“, wie Paare „funktionieren“ müssen, wie Leben „auszusehen“ hat.


Aus all dem ist meine Mission entstanden: Ich begleite heute Paare in der Familiengründung – egal, ob über Kinderwunschbehandlung, Adoption oder Pflege.

Ich arbeite mit ihnen als Einheit – als Paar, das das Fundament einer Familie bildet. Denn ich bin überzeugt: Ein stabiles, liebevolles Familiennest entsteht lange bevor ein Kind da ist: Es beginnt beim Paar, bei zwei Menschen, die bereit sind, sich gegenseitig zu halten, zu verstehen und gemeinsam zu wachsen.

Ich bin Débora Klein, Familiennest-Begleiterin. Ich helfe Paaren, Vertrauen, Klarheit und emotionale Stärke zu entwickeln, damit sie ein Nest schaffen, das trägt: für sich, füreinander und für die nächste Generation.